Christof Beyer bestimmt, in welche Richtung es geht

Dass auch die „Ergänzungsspieler“ des Plauener Kaders gut Schach spielen können, zeigte einmal mehr Christof Beyer, der mit den weißen Steinen auf Fide-Meister Thomas Martin traf. Zwar durchkreuzte der Nürnberger die Eröffnungsvorbereitung des Plaueners, dennoch war es Beyer, der die Richtung der Partie bestimmte. Nach 33 Zügen hatte Beyer die Stellung seines Kontrahenten zerlegt – 1:0 für Plauen.
Eine ruhige Partie gab es am Spitzenbrett zwischen den beiden Großmeistern Leonid Milov (Nürnberg) und Tomasz Markowski, zu Recht wurde der Punkt geteilt. Ebenso am zweiten Brett, wo Plauens Neuzugang Alexander Graf gegen Fide-Meister Michael Michustov schlecht stand. Der Nürnberger willigte wohl eher aus Ehrfurcht vor dem ehemaligen Deutschen Meister in das Unentschieden ein. Und auch die Partie am vierten Brett fand keinen Sieger. Hier ließ es Sven Schaller nach seiner schlimmen Niederlage gegen den TSV Bindlach diesmal ruhiger angehen. Großmeister Lutz Espig (Brett 3) hatte es derweil mit Talent Florian Wagner zu tun. Im Endspiel zeigte Espig dann Klasse, ein herrlicher Bauernzug legte den Grundstein für einen letztlich sicheren Sieg.
Den Mannschaftssieg perfekt machte Roland Pfretzschner (Brett 6), dessen Position zwischenzeitlich bedenklich aussah. Irgendwann war aber der gegnerische Angriff verpufft und im Endspiel behielt Pfretzschner mit einem Mehrbauern das bessere Ende für sich.
Auch die beiden noch offenen Partien hatten einiges an Spannung zu bieten. Thomas Espig (8. Brett) verteidigte sich erfolgreich gegen die Angriffe von Reiner Heimrath, eine dreimalige Zugwiederholung im Endspiel sorgte für das Remis. Am fünften Brett war es mit Michael Kuraszkiewicz der Plauener, der anfangs „die Musik“ machte, ohne dabei allerdings viel Vorteil zu erreichen. Ein Remisgebot des Gegners lehnte der Plauener ab, später wurde es dann sogar noch einmal brenzlig. Im Endspiel stand sie dann aber doch, die Punkteteilung zum 5,5:2,5-Endstand aus Plauener Sicht.
An der Tabellenspitze zog Aue mit einem 5,5:2,5-Erfolg beim SK Tarrasch München an Dresden vorbei. Plauen ist mit 4:2 Zählern Fünfter, hat drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.
Am 13. Dezember empfangen die Plauener die viertplatzierten Münchener.